Nichtraucher Tipps – von der Entscheidung bis zum Nichtraucher

Es gibt Tage im Jahr, die einfach alles verändern können. Der Wunsch Nichtraucher zu werden, entsteht in der Regel nicht über Nacht. Manchmal zwingt einen eine schwierige Diagnose dazu.

Viel öfter reift diese Entscheidung aber langsam vom “ich könnte aufhören zu rauchen” (also, irgendwann halt) bis hin zu “jetzt reichts, ich muss was ändern”.

Der Weg ist meist lang.

Weiß ich, weil ich selbst mal Raucher war und den Zeitpunkt es endlich sein zu lassen immer wieder verschoben habe.

Oder es halt mal versucht habe.

Erfolglos.

Aus meiner Erfahrung gibt es zwei Stellschrauben die dafür verantwortlich sind, dass wir

  1. überhaupt Tag X definieren
  2. wirklich aufhören
  3. nie wieder anfangen

Nichtraucher Tipp 1: der Kopf

Ja, Nikotin Abhängigkeit ist eine körperliche Sucht. Es ist eine Abhängigkeit und das bestreite ich gar nicht.

Aber es ist noch viel mehr.

Es ist auch eine psychische Abhängkeit und pure Gewohnheit.

Sie rauchen doch sicher schon seit ein paar Jahren?

Wie viele sind es?

10 – 20 – 30 Jahre?

Dann hat sich die Zigarette einen festen Platz in Ihrem Leben “verdient”. Sie ist morgens zum Kaffee präsent und abends um den Feierabend einzuleiten.

Dazwischen, wenn es mal hektisch wird, ist sie ein dankbarer Freund, der dafür sorgt, dass wir uns eine Auszeit nehmen.

Stimmt´s?

Die Wahrheit ist auch: Wenn der Kopf nicht mitmacht, haben Sie einfach keine Chance!

Und das gilt nicht nur beim Thema Rauchen. Auch beim Abnehmen, endlich den Keller aufräumen und dauerhaft Ordnung halten. 

Es sind immer wieder Gewohnheiten, die dafür sorgen, dass wir in alte Muster zurückfallen.

Die gute Nachricht ist aber: Wir können Gewohnheiten verändern.

 Anders als die Ameise, die der großen Gruppe folgte bis sie stirbt, sind wir Menschen in der Lage Gewohnheiten zu verändern. 

Manchen gelingt das aus eigener Kraft. 

Weil es dieses berühmte “klicken” gab. 

Danach funktioniert es einfach. Sie schmeißen die Packung samt Aschenbecher und Feuerzeug in die Tonne und sind Nichtraucher.

Haben Sie schon versucht? Hat aber nicht funktioniert?

Gut, bei mir hat das so leider auch nie geklappt :-).

Die guten Nachricht ist aber: Ich bin heute schon seit über 8 Jahren rauchfrei! Ohne einen einzigen Rückfall!

Und: mit der Methode, die ich dir hier zeigen will, habe ich noch mehr erreicht. 

Mit dieser Methode habe ich noch mehr in meinem Leben verändern können. Unter anderem trage ich heute wieder zwei Nummern kleiner!

 

Die Vorbereitung zum Nichtraucher

Egal was ich heute erreichen will, ich weiß, dass es darauf ankommt, sich richtig vorzubereiten.

Überlegen Sie mal, ein Sportler meldet sich doch auch nicht einfach so für die Olympischen Spiele an und geht ohne Vorbereitung hin.

So bereitete ich mich auf meine Zeit als Nichtraucher vor:

Ich wusste, ich brauche Hilfe um den Streß des Nichtrauchens auszuhalten. In der Folge habe ich einiges ausprobiert und das einzige das mir wirklich geholfen hat, war Bewegung! Ich bin jetzt sicher keine Super-Sports-Kanone und kann Ihnen so einige Geschichten zum Thema Schule und Sport erzählen. In meiner Raucherzeit fehlte mir später meist die Luft um richtig sportlich zu sein. 

Warum ich Ihnen hier dennoch zum Sport rate?

Weil es nicht darauf ankommt, fit für den nächsten Maraton zu werden. Das sollte nicht das Ziel sein.

  • Oft hilft schon ein Spaziergang. Atmen Sie ganz bewusst ein und aus, riechen Sie mal, entdecken Sie Ihre Umwelt neu!
  • Bei großem Verlangen bin ich immer wie wild losgerannt. So lange, bis ich kaum noch Luft bekam und Erschöpft aber deutlich besser gelaunt nach Hause ging.
  • Pilates half mir ebenfalls. Da ich wenig Lust auf einen Kurs zu festen Zeiten hatte, habe ich mir einen Onlinekurs gekauft. Pilates wurde so zu meinem neuen Ritual.

Geholfen hat mir außerdem die Motivationsliste: Lade sie dir hier einfach herunter -> KLICK

Damit war ich bestens vorbereitet. Mein Stichtag war übrigens am Ende der 3. Juni 2011 und wie ich diesen geschafft habe, erfahren Sie jetzt.

Der erste Tag als Nichtraucher: Tipps

Er ist da: Der herbeigesehnte und doch gefürchtete erste Tag. 

Feiern Sie diesen Tag ruhig. Sie haben den ersten Schritt getan. 

Um diesen ersten Tag und die nächsten zu schaffen um dauerhaft Nichraucher zu werden, braucht es ein paar Strategien. Wir haben Ihnen in diesem Beitrag die besten Tipps für den ersten Tag zusammen gefasst.

Tipps für das erste Nichtraucher-Frühstück

Viele Raucher ersetzten das Frühstück durch eine Zigarette. KundK ist “ihr” Frühstück. 

An Ihrem ersten Tag haben Sie nun die Chance das Frühstück wieder lieben zu lernen. 

Wie wäre es also, wenn Sie heute mal auswärts essen? Laden Sie Ihren Partern dazu ein oder gehen Sie mit (eh schon) nichtrauchenden Freunden essen. 

Auch zu Hause können Sie für Abwechslung sorgen. Frühstücken Sie doch mal vor dem Fernseher? Lenken Sie sich ab!

Übrigens: Nicht alle Menschen brauchen wirklich ein Frühstück. Falls Sie auch dazu gehören, dann trinken Sie heute einfach nur einen Smootie oder beißen in einen Apfel. Zwingen Sie sich jetzt nicht zum Essen!

Die erste Hürde zum Nichtraucher ist genommen

Puh, geschafft. Die erste Zigarette wurde nicht geraucht. 

Doch was kommt jetzt?

Langeweile ist der Tod jeder Motivation.

Überlegen Sie sich, was Sie heute gerne machen wollen. Probieren Sie ruhig auch mal was neues aus!

Frischer Wind für Ihre Kleidung

In den ersten Tagen können Sie auch Ihre Kleidung bzw. Ihre Wohnung vom Nikotin befreien. Waschen Sie alles.

Wenn Sie in der Wohnung geraucht haben, waschen Sie Gardinen, wischen Sie alle Flächen ab und reinigen Sie den Boden. Das lenkt nicht nur ab, sondern sorgt auch für einen frischen Geruch in Ihrer Umgebung.

Wenn Sie mögen, holen Sie sich frische Blumen ins Haus. Belohnen Sie sich für Ihre Standhaftigkeit!

Probieren Sie Neues aus

Sie wollten schon immer Tanzstunden nehmen? Das neue Restaurant testen oder eine Stilberaterin engagieren? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür. Auch neue Sportarten sind willkommen, passen Sie nur in den ersten Tagen etwas auf. Ihr Kreislauf könnte noch ein bisschen wacklig sein während des körperlichen Entzugs.

Träumen Sie sich in ein rauchfreies Leben

Nehmen Sie sich ein Blatt und einene Stifft und beginnen Sie zu träumen. Was wollen Sie mit dem Geld machen, dass Sie von nun an sparen? Eröffnen Sie doch einfach ein Tagesgeldkonto und überweisen Sie in den ersten Wochen das gesparte Geld dahin. Sie werden sehen, da kommt einiges zusammen. Als Raucher geben Sie ungefähr 150 Euro pro Monat für Zigaretten aus. Das macht aufs Jahr gerechnet schon 1800 Euro aus. Was wollen Sie erleben? Sie können sich ein Vision-Board erstellen. Darauf halten Sie fest, wofür Sie das Geld ausgeben wollen. Das Board können Sie dann an einem gut sichtbaren Ort anbringen und immer, wenn das Verlangen nach einer Zigarette zu groß wird, schauen Sie darauf.

Meiden Sie Alkohol

Mit einem kleinen oder etwas größeren Schwips wird Ihr innerer Schweinehund dem Drang nach der nächsten Zigarette gewinnen. Daher sollten Sie gerade in den ersten Tagen Alkohol vermeiden.

Sprechen Sie über Ihre Erfolge

Seien Sie stolz auf sich und jeden Tag den Sie schaffen. Sie können es Ihrem Partner erzählen oder es über Facebook teilen. Wie wäre es mit einem WhatsApp-Status? Sie werden sehen: Andere werden Sie dazu beglückwünschen und so steigt Ihre Motivation von Tag zu Tag!

Um dranzubleiben und den körperlichen Entzug schnell hinter sich zu bringen, haben wir übrigens etwas für Sie entwickelt.